Kernwerte und Sofortmaßnahmen für ein gesundes Raumklima, mit dem für den Körper eine allgemein als gesund geltende Atmosphäre geschafft wird. Wir haben 3 Faktoren zusammengeführt, die hier näher erläutert werden.

Zum Teil ist das optimale Raumklima eine Frage individueller Empfindungen. Einige Menschen lassen das Schlafzimmerfenster im Ferienhaus am liebsten auch im Winter geöffnet, andere frösteln schon an spätsommerlichen Abenden beim Blick von der Berghütte und schalten die Heizung ein. Wieder andere reagieren empfindlich auf trockene Heizungsluft, bekommen Atemwegsinfekte oder Probleme mit der Haut.

Die Luftfeuchtigkeit – zwischen Wüstenklima und Dschungel.

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen, sowohl als in Garagen, wird in Prozent angegeben. Als grundsätzliche „gesunder“ Richtwert gilt eine Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 Prozent. Selbstverständlich wird diese in einigen Räumen temporär stets überschritten. So nach dem Kochen (Küche) oder auch nach einer warmen Dusche (Badezimmer).

Simpel ausgedrückt, versteht man unter dem Begriff Luftfeuchtigkeit den Anteil an Wasserdampf in der Umgebungsluft. Für eine genauere Bestimmung wird dieser Begriff in absolute und relative Luftfeuchtigkeit unterschieden.

Die absolute Luftfeuchtigkeit ist die Angabe, wie viel Gramm Wasser sich in einem Kubikmeter Luft befinden. Die relative Luftfeuchte dagegen ist in ihrer Bestimmung schon recht komplex, denn diese gibt an, wie viel Prozent des maximalen Wasserdampfgehaltes sich momentan in der Luft befindet.

Die Luftfeuchtigkeit bestimmt in besonderer Weise, ob man sich in einem Raum wohl fühlt. Zu niedere Luftfeuchtigkeit trocknet die Schleimhäute aus, dann können sich zum Beispiel Bakterien und Viren schneller ausbreiten und eine Erkältung hervorrufen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit wird schnell als drückend empfunden; sie kann entstehen, wenn man zu selten lüftet. Gerade in Zeiten von Corona rückt der Punkt Luftfeuchtigkeit wieder in den Fokus rund um die Thematik des gesunden Raumklimas.

Im Fall der Luftfeuchtigkeit in Räumen hat sowohl eine zu niedrige Feuchtigkeit, als auch eine zu hohe Feuchtigkeit, negative Folgen für Ihre Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Eine deutlich zu niedrige Luftfeuchtigkeit führt häufig zu Atemwegsbeschwerden, trockener Haut , sowie Augen- und Schleimhautreizungen. Einige für den menschlichen Körper recht spürbare Belastungen bildet auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Diese kann zu Schimmelbildung führen, welche recht unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus und seine Organe haben kann.

Schon ab mehr als 60% Luftfeuchtigkeit kann sich ungewollter Schimmel ideal ausbreiten. Häufig entsteht Schimmel in weniger genutzten Räumlichkeiten (Garage, Vereinsheim) oder auch nur temporär genutztem Eigentum (Ferienhaus, Berghütten)

Eine Luftfeuchte von über 80 Prozent bildet zudem eine perfekte Umgebung für die Vermehrung von Pilzen, Milben und anderen Parasiten.

 TIPP: Um das Raumklima immer im Blick behalten zu können, ist ein Luftfeuchtigkeitsmesser, ein sogenanntes Hygrometer, notwendig. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, können Sie mit gezieltem Stoßlüften den Feuchtigkeitsgehalt der Luft senken. Ist es dagegen zu trocken, können Luftbefeuchter Abhilfe schaffen.

Die Raumtemperatur – zwischen Kühlschrank und Sauna

Die Headline lässt erahnen, dass sich die ideale Raumtemperatur irgendwo dazwischen einreihen muss. Auch bei der Raumtemperatur gibt es grundsätzliche Mindestwerte, sowie rein körperliche und temporär empfundene Idealtemperaturen. Ein Abend in der eigenen Berghütte vor dem knisternden Kamin erscheint nach einem winterlich kalten Tag wie ein pures Wellnessprogramm. Ebenso wirkt der kurze Aufenthalt an einem heißen Sommertag im Keller des Ferienhauses wie eine kurze „kalte Brise“.

Viele Experten raten zu einer ungefähren Zimmertemperatur zwischen 19 und 23 Grad. Generell kann jedoch gesagt werden, dass sich die ideale Temperatur nach dem jeweiligen Verwendungszweck des Raumes richtet. Da man sich in Wohnräumen mehr aufhält, sollten diese auch etwas wärmer sein als Schlafräume. Und wie immer, zählt auch bei der Raumtemperatur das ganz individuelle körperliche Empfinden.

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Stets zu bedenken ist: Jedes Grad Raumtemperatur mehr verteuert die Heizkostenrechnung. Die Raumtemperatur sollte im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 °C betragen, sofern die Temperatur als behaglich empfunden wird. Jedes Grad weniger spart Heizenergie.

Entscheidend ist in allen Fällen die individuelle Behaglichkeitstemperatur. Sie hängt vor allem von der raumseitigen Oberflächentemperatur der Wände und Fenster ab. Senken Sie die Raumtemperatur nachts oder tagsüber, wenn sie einige Stunden lang nicht da sind, um einige Grad auf etwa 18 °C ab. Bei Abwesenheit von wenigen Tagen sollte die Temperatur auf 15 °C, bei längerer Abwesenheit noch etwas niedriger eingestellt werden. Während der Nachtstunden kann die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen um 5 °C gesenkt werden.

Die Masterlösung – das Ferienhaus richtig lüften

Auch in ausreichend beheizten Räumen sammelt sich nach und nach Feuchtigkeit an. In einem Vierpersonenhaushalt werden täglich durch Atmen, Duschen, Kochen und Waschen etwa zwölf Liter Flüssigkeit an die Luft abgegeben.

Darum ist regelmäßiges Lüften in der Heizsaison unerlässlich, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Dabei ist es wirksamer, mehrmals täglich die Fenster ganz zu öffnen und fünf Minuten kurz und kräftig durchzulüften („stoßlüften“), als sie dauerhaft gekippt zu lassen.

 TIPP:  Alles rund zum Thema richtiges Lüften in unserem Blogartikel

Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden, um eine Schimmelbildung durch Feuchtigkeit zu vermeiden.